Kreta entdecken – Roadtrip über die Insel

Das eigentliche Highlight meiner Reise war aber der Roadtrip mit meinem Liebsten quer über die Insel zu den schönsten Inseln. Am 26.5 ging es los nachdem erstmal ausgiebig ausgeschlafen wurde, leckeres Frühstück verspeist wurde und das Auto abgeholt wurde.

Wir haben das Auto online erst einen Abend vorher gebucht, und es gab keinerlei Probleme, obwohl wir beide noch nicht 25 sind. Kreditkarte sollte aber vorhanden sein.

Mit dem Auto haben wir dann erstmal Zelt, Isomatten und Schlafsack an der einen Adresse abgeholt, waren noch einkaufen und haben dann das restliche Gepäck für das Abenteuer eingesammelt.

Für so ein Vorhaben empfiehlt sich auf jeden Fall eine Kühlbox oder ähnliches. Für die Lebensmittel zum Transport gut geeignet und Obst, Gemüse, Käse, Cola und Brot sind nicht zu warm geworden, weder matschig noch zu trocken, also die perfekte Lösung um alles heile mit zu bekommen. Eine weitere Empfehlung ist es übrigens, Wein mit Schraubverschluss zu wählen. Mit dem Wind und Sand am Strand hat sich das auf jeden Fall bewährt, um ein knirsch- freies Erlebnis zu haben. Aber diese kleinen Empfehlungen nur am Rande.

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Der Wetterbericht für Heraklion an diesem Wochenende sah nicht grade berauschend aus, es war viel Regen und Gewitter angesagt, also nicht grade das, was man sich für ein schönes Wochenende zu zweit vorstellt. Aber man sollte sich wohl einfach nicht von solch einem Wetter abschrecken lassen, sondern einfach losfahren und hoffen. Und mit dieser Idee lagen wir einfach genau richtig. Wie eine gute Freundin zu mir gesagt hat: „Wenn Engel reisen“.

Für uns ging es aus Heraklion raus Richtung Westen. Erster Halt: Rethymno. Eine kleine Hafenstadt. Dort sind wir kurz an der Promenade entlang, haben Kaffee und etwas zu essen besorgt, waren noch kurz im Supermarkt und weiter ging die Reise weite in den Südwesten der Insel. Durch kleine Dörfer und teilweise über sehr schlechte Straßen ging es durch wunderschöne Natur und das schlechte Wetter haben wir immer weiter hinter uns gelassen. Je weiter es Richtung des ersten Ziels ging, desto besser wurde das Wetter tatsächlich, und irgendwann war da fast nur noch Sonnenschein und von den dunklen Regenwolken war nichts mehr zu sehen. Und dieser Roadtrip wurde zu einer perfekten Entscheidung.

 

Um kurz vor 18 Uhr sind wir dann am Strand von Elafonissi angekommen, mit perfektem Wetter. Und noch viel besser: einem fast leeren Strand. Und das kam wirklich überraschend. Denn es war Samstag, langes Wochenende für die Griechen, deren Pfingstfest erst eine Woche nach unserem stattfindet und vergessen darf man auch nicht, dass viele deutsche Bundesländer Pfingstferien hatten.

Der Strand ist generell sehr gut besucht, da er einfach super schön und weitläufig ist und durch eine Sandbank geteilt ist und quasi eine kleine Insel hat. Nach der langen Autofahrt belohnten wir uns natürlich mit einem Bad im Meer. Und waren tatsächlich alleine im Wasser. Es war einfach perfekt.

Und eine weitere Schönheit des Strandes ist, dass er rosa ist. Dies kommt durch bestimmte Gesteinsverbindungen zustanden und wirkt einfach herrlich schön.

Nach dieser kurzen Abkühlung sind wir zurück zum Auto, noch ein kleines  Stückchen weiter gefahren zu einem etwas abgelegenen Strand, dessen Namen ich leider nicht kenne. Vom Parkplatz geht es etwa noch 10 Minuten durch ein wenig Gestein bergab bis man am Strand ankommt. Dieser Strand hat etwas ganz besonderes. Nämlich unglaublich viele Bäume. Wir schlugen unser Zelt auf und machten es uns zum Sonnenuntergang gemütlich, genossen wunderbaren typisch griechischen Käse und das Leben.

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Dieser Abend endete für mich im Paradies. Die Flasche Wein, wenn auch ohne Gläser zum Sonnenuntergang, ein wunderbares Kartenspiel, und dann leider auch viel Wind, der das Zelt gerne mitnehmen wollte gehörten zu diesem Abend.

Aber der Anblick und die Schönheit der Natur und natürlich die richtige Begleitung lassen sowas schnell vergessen und nur noch die schönen Erinnerungen übrig. Mit guten Unterhaltungen ging es sehr sehr spät ins Bett.

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Einschlafen und aufwachen zum Meeresrauschen ist einfach herrlich. Und auch am nächsten Morgen hatten wir einfach Glück mit dem Wetter. Strahlender Sonnenschein weckte mich und vor dem Frühstück wurde natürlich erstmal die Stille genossen und natürlich auch wieder, dass wir das Meer für uns hatten.

 

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Dieser Start in den Tag war einfach unbeschreiblich schön. Und deswegen ist dieser Song für mich auch der Soundtrack des Tages. Frühstück am Strand und der nächste Badegang ließen an diesem Tag nicht lang auf sich warten.

Und so verbrachten wir den Tag immer abwechselnd in der Sonne oder im Wasser. Mittags wurde der Sand jedoch so warm, das wir uns entschieden, unsere Sachen zu packen, zum Auto zu laufen und die Insel weiter zu entdecken.

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Wir hatten schnell entschieden, dass es etwas weiter Richtung Norden gehen sollte, zu einem sehr bekannten Strand. Und der Weg dahin ist mit einem besonderen Ereignis verbunden.

Man kommt durch viele kleine Dörfer, in denen es meistens etwas Olivenöl oder Honig zu kaufen gibt. Diese Stände findet man aber häufig auch direkt an der Straße, ohne das dort ein Ort oder ähnliches zu finden ist. In einigen Dörfern gibt es kleine Lebensmittelläden, und eben in diesem besonderen Dorf gab es ein Laden mit vielen Olivenholzprodukten. Dieser ist uns schon auf dem Hinweg aufgefallen und genau deswegen haben wir dort auch angehalten und sind in diesen Laden gegangen.

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Der Besitzer des Ladens kam direkt auf uns zu, was uns im ersten Moment ziemlich einschütterte, aber er fragte nach unseren Namen und von wo wir kommen, sprach dann sogar etwas deutsch mit uns. In diesem Laden suchten wir uns ein paar Teile aus, und am ende war dort eine riesige Wanne mit verschiedensten Anhänger und ich sucht mir einen kleinen aus. Wir gingen zur Kasse, wo uns der Mann erklärte es würde ein Problem geben: Der kleine Fischanhänger würde immerhin 18 Euro kosten. Er veranstaltete dann eine wirre Rechnung, wie viel alles zusammen denn nun kosten würde und stellte dann fest, dass er uns diesen Fisch schenken kann. Dann bat er einen anderen Mann diese Sachen einzupacken und verschwand. Verwundert ließ er uns zurück, und wir wollten uns die Sachen nehmen und gehen, er hielt uns aber ab und kam mit einer Kette wieder, die er mir schenkte und fing an, alles auf eine sehr besondere Art und Weise einzupacken und machte auch aus der Tüte ein wahres Kunstwerk. Ein unglaubliches Erlebnis hatten wir dort.

 

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Von dort aus ging es dann weiter zum Strand Falassarna. Auch dort wieder kristallklares Wasser, aber ein paar mehr Wellen und auch hier am Strand wieder sehr viel Wind und fliegender Sand. Nach einer kurzen Abkühlung im Meer, kletterten wir noch auf eine Düne und genossen den Blick über diese wunderschöne Bucht.

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Unser letztes Ziel für diesen Tag war dann noch Chania. Eine alte Hafenstadt mit viel Tourismus, aber dennoch sehr schön. Wir spazierten am Hafen entlang und aßen am Ende auch in einem Restaurant direkt am Hafen zu Abend. Ließen den Abend herrlich ausklingen bevor es noch etwa zwei Stunden zurück nach Heraklion ging. Ein perfekter Tag muss irgendwann auch zu Ende gehen.

Müde und erschöpft, die Dusche nach mehrmaligen Baden sehnsüchtig erwartet, kamen wir um kurz vor Mitternacht wieder in Heraklion an. Und waren froh, als wir endlich im Bett lagen und den Tag Revue passieren lassen konnten, und mit wunderbaren Gedanken einschlafen konnten. Danke für dieses schöne Wochenende und die wunderbaren Erinnerungen.

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